Interview mit Arnold+Sukroso

Interview mit Arnold+Sukroso

Arnold+Sukroso
Die Musiker Robin Sukroso und Sebastian Arnold luden uns am 9. Mai dazu ein in ihre Welt der elektronischen Klänge einzutauchen und beeindruckten mit technischem Know-How und intensiven Beats. Ein unvergessliches Audioerlebnis, das die Zuhörer gefesselt hat! Was alles dahinter steckt und warum ihre Musik so viele begeistert, erfahrt ihr im exklusiven Interview mit Ihnen!

 
Michal, Actionhouse: „Was für Instrumente spielt ihr da eigentlich?“
Robin: „In erster Linie spiele ich eine selbstgebaute Gitarre, die ACPAD-Gitarre welche dieses Jahr als markttaugliches Produkt vertrieben wird. Ich kann damit ganz normal akustisch spielen, aber auch Schlagzeugelemente, Basselemente und Synthesizer-Sounds steuern.“
Sebastian: „Ich kombiniere auch mehrere Instrumente: ein akustisches Schlagzeug, wie man es in einer Band oder im Jazz spielt, gemeinsam mit einem elektrischen E-Drum, mit dem ich Technosounds erzeugen kann. Meine Idee war es, neben dem Rhythmus auch Töne mit meinen Drumsticks zu spielen.“

 
Maike, Actionhouse: „Wie seid ihr zur Musik gekommen?“
Sebastian: „Durch meine Familie. Ich wollte von Anfang an Schlagzeug lernen, allerdings fand die Idee keiner so wirklich gut. Sie wollten mich eher dazu überreden „ein richtiges Instrument“ zu lernen.“
Robin: „Bei mir war das mit 12, Gitarre unter dem Christbaum – meine Eltern hätten allerdings nicht gedacht dass ich mich dem so exzessiv widme. Wenn ich nicht für die Schule gelernt habe wurde mir manchmal die Gitarre weg genommen. Als Jugendlicher habe ich sehr viel Musik gemacht, das war mein Ausgleich.“
Sebastian: „Das muss man auch erst einmal erkennen, dass Musik so etwas Essentielles und Wichtiges sein kann. Ich habe zum Beispiel eher lange dafür gebraucht, um die Musik im Radio mit meinem eigenen Instrument in Verbindung zu bringen, das waren lange zwei Welten für mich.“
Robin: „Bei mir war das anders, auch rein körperlich konnte ich mich richtig auspowern und stundenlang Musik machen und habe dadurch dann gespürt, wie gut die eigene Musik klingen kann.“
Maike, Actionhouse: „Also bei Robin waren es eher die Emotionen, bei Sebastian eher Unterricht und das Lernen eines Instrumentes an für sich.“
Sebastian: „Anfangs ja. Später habe ich angefangen, die Musik zu hinterfragen, warum man beispielsweise unbedingt in Genres einteilen muss. Dann habe ich angefangen, die Dinge anders zu machen, vor allem um mich selbst auszudrücken.“
Michal, Actionhouse: „Also hast du auch viel experimentiert?“
Sebastian: „Ja, das war sicher bei uns beiden so. Wir haben klein angefangen mit einfachen Ideen, die Ideen ausgebaut und dann später auch auf der Bühne ausprobiert.“

 
Maike, Actionhouse: „Wie lange macht ihr denn schon zusammen Musik?“
Robin: „Wir spielen seit anderthalb Jahren zusammen. Wir haben uns zuerst monatlich getroffen und viel gejamt, um einen gemeinsamen Sound zu finden. Wir haben gemeinsam viel entwickelt, aufgenommen, ein Video gedreht, es kam eins zum anderen. Später mussten wir uns dann aber überlegen, wie wir diese Ideen live umsetzen können. Inzwischen spielen wir viele Konzerte und proben eher wenig, das meiste ergibt sich oft auf der Bühne.“

 
Maike, Actionhouse: „Welche Musik hört ihr beide denn persönlich in eurer Freizeit?“
Sebastian: „Ich mag vielschichtige Musik, also zum Beispiel experimentelle Orchestermusik, Indietronica, Post-Rock, Jazz. Das ist fast immer Musik, die verschiedene Genres miteinander verbindet, sehr lebendig und meist instrumental ist.“
Robin: „Ich höre Querbeet, elektronische Musik, DJ-Sets, New Soul. Ansonsten muss ich gestehen bin ich relativ hörfaul, wenn ich Musik hören möchte spiele ich selber. (lacht) Früher habe mit Heavy Metal angefangen und dann Flamenco gelernt.“

 
Maike, Actionhouse: „Was war denn das verrückteste, dass ihr jemals erlebt habt?“
Robin: „Ohje da gibt es einiges. Ich glaube das Verrückteste war, dass ich für Miss India spielen und sie persönlich treffen durfte. Ich bin dazu gekommen, da ich am Indian Institute for Technology Bombay referieren durfte, dann wurde ich eingeladen bei der Miss India Competition zu spielen. 2013 war das.“
Maike, Actionhouse: „Das ist ja schon eine große Ehre.“
Robin: „Ja wir sind auch immernoch in Kontakt.“ (lacht)
Sebastian: „Das kann ich jetzt nur schwer toppen.“ (lacht)

 

Ein Fotoausschnitt aus dem Musikvideo "Role for Gold"

Ein Fotoausschnitt aus dem Musikvideo „Role for Gold“

 

 
Michal, Actionhouse: „Was möchtet ihr mit eurer Musik bei den Menschen auslösen?“
Sebastian: „Wir möchten erreichen, dass die Menschen die Gedanken hinter der Musik erkennen. Also dass sie sich fragen, wie die Musik entsteht und wer sie spielt. Die Leute sollen die Melancholie entdecken, aber auch Energie spüren, tanzen und Spaß haben.“
Robin: „Musikalisch wünsche ich mir, dass die Zuhörer den Zugang zu elektronischer Musik bekommen, dass sie erkennen, wie viel Arbeit und musikalisches Können hinter diesem Sound steckt.“

 
Maike, Actionhouse: „Welche Projekte sind gerade noch bei euch aktuell?“
Robin: „Ich arbeite mit meinem indischen Team zusammen und entwickle mit dem ACPAD ein Instrument, mit dem ein Gitarrist verschiedene Klänge gleichzeitig spielen kann. Mir liegt viel daran, dass daraus ein marktreifes Produkt entsteht. Inzwischen sind wir in der Finalisierung der Entwicklung und Optimierung.“
Sebastian: „Mit unseren Entwicklungen haben wir beide viele Erfahrungen gesammelt, die für viele Musiker und Hersteller neu sind. Derzeit sind wir dabei, das Know-How aus diesen Projekten zu verknüpfen. Ich arbeite derzeit unter anderem an einer App für interaktives Komponieren von Musik.“

 
Maike, Actionhouse: „Wenn wir zwei gute Feen wären, was würdet ihr euch wünschen?“(lacht)
Michal, Actionhouse: „Also musiktechnisch, natürlich.“ (lacht)
Robin: „Also ihre beide?“ (lacht)
Sebastian: „Ich möchte einfach etwas mehr Zeit haben, um unsere Musik weiter zu entwickeln.“
Robin: „Ja, dem kann ich nur zustimmen, einfach weiterhin so tolle Erlebnisse auf vielen Konzertbühnen sammeln!“

 
Michal, Actionhouse: „Wir wünschen Euch beiden auf jedenfall viel Erfolg auf eurem weiteren Weg und bedanken uns für das interessante Interview!“
Robin & Sebastian: „Gern geschehen!“

 

Interview: Michal Hochhaus, Maike Baumann

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