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Urban Gardening bald auch in Heidelberg?

Schon einmal „Urban Gardening Heidelberg“ in eine Suchmaschine getippt?
Das Ergebnis fällt eher spärlich aus.
Und zwar landet man gleich bei einem Gemeinderats-Antrag von Grünen und der Generation.Hd zu einem Stück grüner Lunge Heidelbergs:
Der sogenannte „Schwarze Weg“, der zur Siedlung Ochsenkopf führt.
Der Schwarze Weg war in meiner Kindheit genau das. Schwarz und gruselig, da auf beiden Seiten des Fußgänger- und Radwegs hohes Gestrüpp emporwuchs und besonders in der Dämmerung so finster war, dass man die eigene Hand kaum vor Augen erkennen konnte. Irgendwann vor 5 Jahren oder so wurde dann alles platt gemacht, und plötzlich wurde aus dem Schwarzen Weg ein gemütlicher, lichter Pfad, auf dem man auch nachts noch einigermaßen gut sehen kann.
Auf der einen Seite des Weges gibt es noch ein paar Schrebergärten. Daneben und auf der anderen Wegesseite ist alles verwildert oder zumindest wildwuchs gestattet.
Das Stück soll nun von Familien und Rentnern Heidelbergs als Urban Gardening Space genutzt werden – so die Idee der beiden Parteien.
Gute Idee.
Doch bis der Antrag durch ist, kann es noch einige Jahre dauern, man erinnere sich an Projekt Bahnstadt oder Altes Hallenbad Heidelberg…
Deshalb finden wir, irgendjemand sollte da einfach mal beginnen, etwas anzupflanzen.
Was manche Leute anscheinend ganz genauso sehen.
An manchen Tagen sieht man eine alte Frau mit Kopftuch Kräuter pflücken, ein andermal bietet die grüne Fläche Proberaum für einen Schlagzeuger, der… im Ernst jetzt, sein komplettes Equipment unter den Birken da aufbaut.
Ganz zu schweigen vom hellblauen Keramikkaninchen, dass nett unter einen Baum platziert wurde und von neuen Lavendelpflänzchen umgeben ist oder die rotlackierte Bank, die sich jemand unter eine schöne Birke gestellt hat.
Für eine kurze Weile standen mitten in der Wildnis sogar ein paar Bienenkästen rum, davor ein Schild, das einem die Annäherung untersagte und mit Videoüberwachung drohte.
Keine Ahnung, wer dahintersteckte und weshalb die Bienen mitsamt Schild nach zwei Wochen wieder verschwunden sind.
Die Grünfläche würde sich jedenfalls hervorragend als Urban Gardening Space für unsere liebe, grüne, dicht besiedelte Stadt anbieten.
Wer weiß, wie weit die Entwicklungen im Stadtrat dazu sind?
Wir hätten jedenfalls große Lust, uns dabei zu engagieren.
Grüne Daumen hoch!
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