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Kulturelle Vielfalt herbeidiskutieren – Teil 2

Heidelberg hat nicht viele Ecken, wo was Innovatives passiert. Dazu trägt vor allem das Stadtbild bei, also die Art und Weise, wie die Stadt auf- und umgebaut wurde und die Dinge und Personen, die dort erlaubt sind. Im Folgenden nun 3 Vorschläge, was umgehend zu ändern wäre, um sich in Heidelberg sofort wohlzufühlen:

1. Immer heißt es, solche Plätze wie der Friedrich-Ebert-Platz oder der Wilhelmsplatz sind so seltsam leer und unbenutzt. Vorschlag: Pflastersteine raus, Sand, Klettergerüste und Wurstverkäufer hin! Geparkt werden darf überall und immer da, wo gerade kein Spielplatz und kein Markt stattfindet. Und wenn es regnet, gibt es Pfützen. Allein dafür lohnt sich die Sache schon.

2. Komisch: Bei einem deutschlandweiten Brezel-Test des ZEIT-Magazins wurde Heidelberg die allerbeste Brezel bescheinigt. Absolut unverständlich ist da, dass in den letzten Jahren die Brezelbuden in der Innenstadt verboten wurden. Außer seiner Brezeln rühmt sich Heidelberg rühmt der längsten Fußgängerzone Europas von 1,6 km. Das ist ätzend, wenn es auf genau 1,6 km keinen einzigen Wurst- oder Brezelverkäufer auf der Straße gibt. Einkaufstouren enden somit unweigerlich mit der großen Frage „Mist, wo gibt es hier endlich was zu essen?“ . Mal ehrlich – wer will denn in den völlig überteuerten Fastfood-Restaurants „Nordsee“ oder „Subways“essen? Auch „Starbucks“ macht nicht satt, so groß die Kaffees da auch sein mögen. Auch die zahlreichen Bäcker sind eher billig als lecker. Wir vermissen: leckere Brat- und Currywürste, Bratkartoffeln, Brezelbuden und Vegetarisches, und zwar alle 100 Meter.

3. Nicht nur der Verkauf von Essbarem wird in Heidelberg reglementiert, auch Spielzeit und -ort von Musikern, Schauspielern und anderen Künstlern, die auf der Straße ihr Publikum suchen. Wir fordern: Keine festen Uhrzeiten und Plätze mehr für Kunst, egal wie trashig die sein mag! Schließlich gibt es doch auch keine Reglementierung dafür, wie viele Billigläden aufeinander folgen dürfen, und auch die blasse, angeblich verkaufsfördernde Popmusik in diesen Läden wird ja schließlich nicht beanstandet, oder?

Fortsetzung folgt (vielleicht)

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