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Dominik Baer und Band: Publikums-Statisten für Videodreh gesucht

Dominik Baer l We’ve got no Money from Onkel Lina on Vimeo.

Er tut es wieder: Dominik Baer dreht ein neues Musik-Video. Welches, wird noch nicht verraten. Wir kriegen uns jedenfalls gar nicht mehr ein vor Freude, dass wir Dominik Baer, seine Band und sein Film-Team beherbergen dürfen und laden Euch alle herzlich ein, zum Drehtermin als Publikums-Statisten zu erscheinen!

Wie das Ganze aussehen kann, seht ihr, wenn Ihr Euch das Video hier anschaut.

Drehtermin ist am Sonntag, 16. November, von 17:30 bis 19 Uhr im Action House, Bergheimer Straße 80.

Bleibt gespannt.

DIY SOMMERWERKSTATT #1

DIY SOMMER
Der Sommer ist da!
Wir im Action House, insbesondere die Nähköniginnen, beschäftigen sich zur Zeit eingehend mit Sommerklamotten. Passend dazu widmen wir die erste DIY Sommerwerkstatt einem Sommeroutfit. Selbermachen ist angesagt, und zwar von Kopf bis Fuß*.

Komm und nähe mit uns in der offenen

DIY SOMMERWERKSTATT
am 12.7.2014
von 14-18 Uhr!

Projekte der ersten Werkstatt am 12.7. sind insbesondere Shorts, Shirts, Strandtaschen und ein paar nette Accessoires.
Der Nachmittag ist offen für alle. Nähmaschinen sind vorhanden, die nötigen Materialien wie Stoffe, Scheren, Gummizüge, Leder, Knöpfe etc. liegen bereit.

Projektpreise und Tüftelzeit:

/// Shorts: 15 € / 60-90 min

/// Shorts mit Taschen: 18 € / 90-120 min

/// Shirts (diverse Designs): 15 € / 60-120 min

/// Riesenshopper oder Strandtasche:

– aus Leder – bitte vorher anmelden, da wir das Leder wir je nach Anmeldung besorgen: ca. 45 €
– aus Stoff mit Lederträgern: 16 €
– aus Stoff: 12 €

/// Lederschmuck (Ohrstecker, Ketten, Täschlein) ca. 4-10 €

Kette DIY WERKSTATT

Wir haben eine große Auswahl an Stoffen vor Ort.
Gern könnt Ihr auch eigene Stoffe mitbringen und vor Ort verarbeiten oder überlegt einmal, ob es Stoffe gibt, die man verwenden könnte. Alte Kissen, Kleider, Vorhänge, etc. eignen sich fantastisch zum wiederverwerten. Ansonsten gibt es in der Plöck in HD einen neuen Stoffladen und bei TOKO gibt es 10% auf alle Stoffe, wenn ihr sagt, dass ihr am DIY Kurs im Action House teilnehmt.

Wir freuen uns auf, alle, die am Samstag mit uns kreativ werden wollen. Vor allem für diejenigen, die sich schon immer mal den Nähkurs anschauen wollen oder die Samstag Nachmittag unter Freunden was Kreatives basteln wollten, lohnt sich die Werkstatt!

Wir haben eine Bar mit Getränken und Muffins vor Ort.
Event auf Facebook beitreten oder einfach eine kurze Email an naehkurs@actionhouse.org wäre super für unsere Planung!

Herzlichen Dank und auf den (heute leider etwas verregneten) SOMMER!!

 

 

*Eine Schuh- und Sandalenwerkstatt gibt es diesen Sommer auch noch! Nicht verpassen!

Konzerte im Action House – so siehts bei uns aus

Seit David E. bei uns hinter der Bar steht, ist immer mit Überraschungen zu rechnen, wie neue Cocktail-Einfälle und neue Limo-Zulieferer wie Heldenpause. Gut gemacht!
mehr Bilder von unseren Wohnzimmerkonzerten >

heimat 2.0 – Guerilla Stitching

where the f*** is home?

Heimat. Wo ist das eigentlich? Wenn es darum geht, seine Heimat zu bestimmen, würde die spontane Antwort meistens lauten, dass das dort ist, wo man geboren oder aufgewachsen ist. Die frühsten Kindheitserinnerungen, typische Gerüche und Geräusche, die man nur von diesem einen Ort kennt und die einen sofort in Erinnerungen schwelgen lassen sobald man etwas davon wahrnimmt. Das kann der knarzende Dielenboden im Haus der Großeltern sein, der Geruch der Wälder in denen man früher herumtollte oder der alte Schaukelstuhl in dem man saß und die Füße nicht einmal bis zum Boden reichten. Allerdings verbringt man heutzutage kaum noch viel Zeit an diesem Ort der früher der einzige war, an dem man sich zu Hause und geborgen fühlte. Irgendwann wurde er zu klein und zu eng und man zog in die nächstgrößere Stadt oder sogar hinaus in die große Welt. Man war auf sich allein gestellt, schuf sich ein neues, eigenes Umfeld. Und irgendwann war man angekommen, stolz auf sich und fühlte sich genauso zu Hause, wie früher, aber doch auch irgendwie anders. Man hatte jetzt ein neues Zuhause.

In einer Welt in der es immer weniger Grenzen gibt, jeder mit jedem vernetzt ist und alles rasend schnell geht hat fast jeder irgendwie zwei Heimaten. Moment… Heimaten? Im Duden steht hinter dieser Pluralbildung „selten, nicht üblich“. Also hat jeder doch nur genau eine Heimat? Fakt ist, dass zu Beginn der Ausbildung oder des Studiums viele das Weite suchen. WGs und Stipendien oder Austauschprogramme bieten eine Menge Möglichkeiten. Doch genau diese Fülle an Unabhängigkeit und vorgelebter Rastlosigkeit kann einen auch ganz schön schwindelig machen. Früher oder später beruhigt sich der anfängliche Freiheitsdrang und man sehnt sich zurück nach Geborgenheit, ja einem Zugehörigkeitsgefühl. Denn das ist eine zweite wichtige Komponente um die es bei der Heimat geht. Sie ist nicht nur ein bestimmter Ort, sondern auch ein Gefühl. Man fühlt sich irgendwo angekommen, sei dies nun in Bottrop, in Barcelona oder in Botswana.

Forscher nennen es „Cocooning“, den aktuellen Trend sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen oder als Großstädter zurück aufs Land zu ziehen wenn die Welt draußen einem zu schnell, zu laut und zu kompliziert geworden ist. Es lebt eine neue Heimatverbundenheit auf, man macht es sich gemütlich und gilt dabei nicht gleich als Spießer. Heimwerker-Aktivitäten sind wieder cool, die DIY-Bewegung hat sich zu einem eigenen Wirtschaftszweig entwickelt, Individualität und Kreativität sind angesagter als Masse und Konsum. Das Konzept Heimat geht in die nächste Runde: heimat 2.0!

KursteilnehmerinnenBrainstorming

Beim Guerilla Stitching-Workshop des Action Houses im Rahmen des Alternativen Frühlings kombinierten die Teilnehmerinnen genau diese beiden Themen, das der Heimat und das der Kreativität. Von Kursleiterin Dominique Funk lernten sie zunächst verschiendene Guerilla Stitching-Techniken und Tools kennen und entwickelten dann eigene textile Statements zum Thema heimat 2.0. Jede Teilnehmerin schuf so ihre eigene Mixed Media Collage und platzierte ihr Werk im Rahmen des urbanen Festivals im öffentlichen Raum.

So wie Ana, 28, Übersetzerin aus Madrid, die Heimat in erster Linie mit einem Ort verbindet. Ihr Art Work heißt „heimat para llevar“ (übersetzt Heimat „to go“) – Fernweh vs. Heimweh – Eine mobile Heimat für moderne Nomaden.

heimat para llevar

 

„Innerhalb der letzten Jahre habe ich an vielen verschiedenen Orten gelebt und bin oft umgezogen. Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich mir mit meinen Büchern und Fotos überall eine Umgebung schaffen kann, in der mich mich sicher und geborgen fühle. Als mobiles Heimatsymbol habe ich heute eine spanische Flagge gefertigt. Im Zentrum befindet sich eine Art moderne Marienfigur die auf ihrem Rücken einen Berg an Koffern und Erinnerungen mit sihc trägt. Über ihrem Kopf befindet sich ein Heiligenschein aus Meeresfrüchten, einem Gericht, das ich mit einem Heimatland verbinde und hier vermisse. Am unteren Bildrand sind ein paar bandagierte Füße zu sehen die wegen der zahlreichen Kilometer voller Eindrücke und Begegnungen erst einmal eine kleine Ruhepause benötigen. Meine Heimatflagge ist leuchtend rot und bewegt sich im Wind. Sie besitzt kaum Gewicht. Sie ist faltbar und wärmt mich bei Bedarf. Ich habe meine Flagge heute in Heidelberg gehisst. Man findet sie in den Ästen eines kleinen Baumes zwischen dem Eingang der Kunsthalle und dem Zollamt.“

Ganz anders hingegen definiert Hannah, 22, Studentin der Kunstgeschichte aus New York Heimat mit einem Gefühl. Ihr Art Work lautet „inside joke“ – Heimat passiert zwischen Menschen. Zu wissen was der andre meint, ohne dass er sich erklären muss.

inside joke Teil1inside joke Teil2

„Ich habe zwei Portraits von Freunden gefertigt, die durch unsichtbare Bande verbunden sind und sich erst auf den zweiten Blick erschließen: Ein Bild zeigt einen Mann, das andere eine Frau. Jeder er beiden formt einen Gedanken im Kopf. Er denkt das Wort „inside“, sie vollendet seinen Gedanken mit dem Wort „joke“, woraus zusammen gelesen der Begriff „inside joke“ entsteht. Um diesen Begriff weiterzuspinnen wurde der Mann außerdem an der Tür zur Frauentoilette angebracht, während die Frau die Tür der Männertoilette ziert. Die beiden Worte sind mit identischem roten Garn auf weißes Karopapier gestickt auf dem wir als Schulkinder einander immer kleine Briefchen schrieben und unter dem Tisch heimlich umherreichten. Mit guten Fruenden entwickeln wir mit der Zeit eine eigene Sprache und einen eigenen Humor. Es entsteht eine Art exklusiver Club in dem man sich frei bewegen kann, in dem man sich bild versteht, in dem man zuhause ist.“

Dominique

Dominique Funk

Kursleiterin Dominique übrigens hat sich der Liebe wegen gerade entschlossen Heidelberg zu verlassen und sich im Ruhrgebiet niederzulassen. Das ist natürlich bei weitem die beste Grundlage für eine neue Heimat, finden wir. Wir wünschen ihr dabei alles Gute. Auf ihrer Homepage hält sie uns auf dem Laufenden und ihr könnt mehr über sie erfahren.

 

Heidelberg: A Lesson in Betrayal and Redemption

Remember Braveheart? In case you don’t, the movie is about how William Wallace stood up against the English in the fight for Scottish independence. Rather than joining the cause, the Scottish nobles fought among themselves about which of them had the strongest claim to the throne. Along the way, one of these nobles, Robert the Bruce, supports William Wallace, but like a true politician, urges Wallace not to rock the boat too much. Later, at the Battle of Falkirk, it is revealed that the English king was able to pay off two of the Scottish nobles to get them to withdraw their support from William Wallace. As the battle continues, William Wallace engages in combat against an English knight, in full armor. He is able to overpower the knight, and in this very powerful scene, removes the knight’s helmet to finish him off, only to reveal that he’s been fighting against his friend, Robert the Bruce. Wallace is devastated. His eyes well up with tears, he seems to have difficulty breathing, and you get the impression that he just might need to throw up.  The sense of betrayal is so strong, that there is nothing left for him to do but to lay down in the middle of the battlefield.  My words don’t do the scene justice, see for yourself:

This is perhaps a good representation of how many of us felt when we heard the news that the city of Heidelberg voted the Kreativwirtschaftsbeauftragten Frank Zumbruch out of office. We were confused. We were hurt. We hadn’t expected the city to betray our trust. Some people resigned themselves to the fact that Heidelberg will never become a creative hub, and have resolved to move to Berlin or some other creative Mecca.

As long as city officials play politics rather than get results, those sentiments are accurate. We will never become a first class city if small-mindedness and petty politics keep getting in the way.

I remember a few years back when Pascal Baumgärtner and Patrick Forgacs (formerly known as Subkultureller Fortschritt) booked the newly opened Friedrich-Ebert-Platz for the Heidelberger Herbst celebration (today known as HERBST/ZEIT/LOSE). The site was a designated place where the creative community of Heidelberg to gather, network together and exchange ideas (and thankfully, this has been maintained for every Heidelberger Herbst since). That day also held an open forum in which the creative community could talk with the mayor, Eckart Würzner, asking questions and raising concerns, and who was there leading the charge? None other than Frank Zumbruch, doing the job before there even existed a „job“ for him to do.

I remember some others I met that day, a group of young form the Jugendgemeinderat that was just about to found an association called Freiraum e.V.. Much of what they wanted to do was pretty much what Action House is been doing all along, to establish a place where creative people can come together and share their creativity with one another.

The critical difference between the Jugendgemeinderat and Action House was that they were mostly talking about what they wanted to do, trying to get a location, funding and permission from the city, and we were mostly doing what we wanted to do without asking anyone’s permission and using the funding we had available.

Their frustration is obvious. They had been led to believe that the Jugendgemeinderat mattered, that they would represent the younger citizens of Heidelberg and that their voices would be heard, creating change in the city. One statement made was rather revealing: „The Gemeinderat has no intention of honoring our requests. They know that we only serve for two years before we are all replaced by the next generation. They realize that if they take no action but just wait it out, they can keep ignoring us until we are gone and they can return to business as usual, knowing that the next Jugendgemeinderat will not have the same ideas or the same tenacity as we have shown.“

Freiraum e.V. and the Jugendgemeinderat have now been struggling with the city for one and a half decades and it seems that their situation hasn’t changed since then, as the RNZ puts it.

The character of the politics our city is pursuing is also clearly shown in the case of the Kreativwirtschaftsbeauftragten.

Regardless of the circumstances surrounding the appointment of Frank Zumbruch, and regardless of how qualified his replacement may be, Heidelberg really gave him the shaft, and in doing so, lost the respect of many citizens of the Creative Class. My only hope is that his follower Katharina Pelka can repair the damages done in short order so we can start moving forward once again. Only then could we have our version of a happy ending, as in Braveheart, when Robert the Bruce earns his redemption.  About to receive a crown from the English, he turns the tables and declares to his fellow Scotsmen, „You have bled with Wallace! Now bleed with me“ before leading them into the Battle of Bannockburn.

May Heidelberg likewise find such redemption. My deepest, most heartfelt plea for our city: „Progress, not Politics.“

Chad Sentman

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