zeichnen 2.0 – Urban Sketching

 

Naekdo Ishida

Was sind Urban Sketchers? Irgendwie so – urbane Künstler? Mit Skizzenbuch? Stadtmenschen, die als Maler oder Zeichner Stunden in Cafés und U-Bahnen und Fabrikhallen zubringen, wo sie dann ihre Skizzen anfertigen?

JA und NEIN. Ein Besuch bei den Heidelberger Urban Sketchers räumte gleich mal mit dem Klischee des Street-Hipster-Künstlers auf: Die Zeichner(innen) treffen sich nicht zwangsläufig auf typisch städtischen Umschlagplätzen. Wir jedenfalls trafen uns im idyllischen Stift Neuburg mit Blick auf Fluss, Wald und Kapelle. Was alles an diesem Nachmittag gezeichnet wurde, ist hier zu sehen: http://urbansketchers-heidelberg.blogspot.de/2013/09/abtei-neuburg.html

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Eine der Mitbegründerinnen ist Marine Ludin, Illustratorin von Beruf. Auch die meisten anderen haben Zeichnen, Design und Ähnliches studiert. Wichtig ist ihnen: Bei den Urban Sketchers tritt keiner als Lehrer oder Kursleiter auf. Jeder bringt die Farben mit, mit denen er gerne zeichnet, seine Ideen, sein Knowhow. All das wird bei Bedarf miteinander geteilt.

Die Urban Sketchers sind eine weltweite Community. Eine der Regeln, an die sich alle halten, lautet „Wir veröffentlichen unsere Zeichnungen online“. Und so stehen auf der Haupt-Plattform www.urbansketchers.org toskanische Türme neben japanischen Tempeln und südkalifornischen Disneyland-Impressionen. Vielleicht taucht dann dort auch bald die Kapelle von Stift Neuburg auf.

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